DATEV-Export & Steuerberater-Übergabe: Leitfaden für fehlerfreie Monatsabschlüsse

Ein sauberer DATEV-Export ist das Herzstück einer modernen vorbereitenden Buchhaltung. Dieser technische Leitfaden erläutert das DATEV-EXTF-Format, die Belegbild-Verknüpfung und wie Sie Buchungsstapel fehlerfrei an Ihre Steuerkanzlei übergeben.

Das Wichtigste in Kürze
Das offizielle DATEV EXTF-Format (Format 7.0 / Format 510) ermöglicht den fehlerfreien Import von Buchungsstapeln direkt in DATEV Kanzlei-Rechnungswesen.
Vor dem Export müssen alle Bankumsätze vollständig abgeglichen sein und Soll/Haben-Salden ausgeglichen sein.
CompanyFin verknüpft jeden Buchungssatz direkt mit der GUID des digitalen Belegbildes – die Kanzlei sieht den Beleg per Klick auf die Buchung.
Durch standardisierte Vorkontierung und lückenlose Belegübergabe sparen Sie bis zu 70 % der Kanzleigebühren für manuelle Erfassungsarbeiten.

1. Das DATEV-EXTF Format im Detail

Das DATEV-Format (EXTF = Externer Formatstandard) ist eine standardisierte CSV-Textdatei mit streng definierten Kopf- und Datenzeilen. Es ist die universelle Schnittstelle zwischen Drittanbieter-Software und den Kanzleiprogrammen der DATEV eG.

Eine gültige DATEV-EXTF-Datei besteht aus:

  • DATEV-Header (Zeile 1): Technische Spezifikationskennung, Format-Version (z. B. 700), Datenkategorie (21 = Buchungsstapel) und Zeichensatz.
  • Metadatenzeile (Zeile 2): Beraternummer, Mandantennummer, Wirtschaftsjahresbeginn, Sachkontenlänge (standardmäßig 4-stellig) und Buchungsdatum von/bis.
  • Feldbezeichner (Zeile 3): Die standardisierten Spaltenüberschriften (Umsatz, Soll/Haben-Kennzeichen, Konto, Gegenkonto, BU-Schlüssel, Belegdatum, Belegfeld 1, Buchungstext etc.).
  • Buchungszeilen (ab Zeile 4): Die eigentlichen Geschäftsvorfälle nach GoBD-Vorgaben formatiert.

2. Prüfroutinen vor dem Export

Bevor Sie den Export für den abgelaufenen Monat starten, sollten Sie folgende Kontrollschritte in CompanyFin durchführen:

PrüfschrittZielWas zu tun ist
Offene Banktransaktionen0 ungeklärte PostenAlle Umsätze auf den Geschäftskonten müssen einem Beleg oder einer Umbuchung zugeordnet sein.
Umsatzsteuer-PrüfungKorrekte SteuerschlüsselPrüfen, ob bei EU-Eingangsrechnungen der § 13b BU-Schlüssel (Reverse Charge) korrekt gesetzt ist.
Belegbild-Vollständigkeit100 % BelegquoteSicherstellen, dass jede Buchung über eine angehängte PDF- oder Bilddatei verfügt.
VerrechnungskontenAusgeglichene SaldenPrivate Auslagen von Gesellschaftern über das Verrechnungskonto 3600 bzw. 1360 abstimmen.

3. Digitale Belegbild-Verknüpfung

Der größte Effizienzgewinn entsteht, wenn der Steuerberater nicht nur Buchungszeilen erhält, sondern jede Buchung direkt mit dem dazugehörigen Belegbild verknüpft ist:

  1. Beleglink (GUID): In der EXTF-Datei wird in der Spalte Beleglink eine eindeutige Dokumenten-ID (GUID) hinterlegt.
  2. Belegstapel-Archiv: CompanyFin bündelt alle Belege des Monats in einem ZIP-Archiv, zusammen mit einer document.xml Strukturdatei.
  3. Direkter Klick in DATEV: Wenn die Kanzlei eine Buchung im Journal anklickt, öffnet sich das Belegbild automatisch auf dem zweiten Bildschirm. Lästiges Suchen in Papierordnern oder separaten E-Mails entfällt vollständig.

4. Export in CompanyFin durchführen

Das Erstellen des Exportpakets ist in drei einfachen Schritten erledigt:

  • 1. Monat auswählen: Navigieren Sie zu Export & DATEV und wählen Sie den abzuschließenden Monat (z. B. März 2026).
  • 2. Validierung starten: Klicken Sie auf Prüfen & Validieren. Das System prüft automatisch auf fehlende Pflichtfelder, unvollständige Belege oder rechnerische Differenzen.
  • 3. DATEV-Paket herunterladen: Klicken Sie auf DATEV-Stapel exportieren. Sie erhalten die EXTF_Buchungsstapel.csv sowie das Belegpaket.

5. Import in DATEV Kanzlei-Rechnungswesen

Geben Sie Ihrer Steuerkanzlei die folgende Kurzanleitung an die Hand, falls diese zum ersten Mal Daten aus CompanyFin einliest:

  1. In DATEV Kanzlei-Rechnungswesen den Mandanten und das entsprechende Geschäftsjahr öffnen.
  2. Im Menü auf Bestand → Importieren → Stapelverarbeitung klicken.
  3. Als Quellverzeichnis den Ordner mit der exportierten EXTF-Datei auswählen.
  4. Den Buchungsstapel markieren und auf Importieren klicken.
  5. Unter Erfassen → Belege buchen den importierten Stapel öffnen und auf Stapel verarbeiten / festschreiben klicken.

6. Typische Importfehler & Lösungen

Sollte die DATEV-Prüfung beim Import einen Fehler melden, liegt dies meist an einer der folgenden Ursachen:

DATEV FehlermeldungUrsacheLösung
"Mandantennummer stimmt nicht überein"In CompanyFin ist eine andere Mandantennummer hinterlegt als in der Kanzlei.Mandantennummer in CompanyFin unter Einstellungen → Stammdaten korrigieren und Export erneut erzeugen.
"Sachkonto nicht im Kontenplan vorhanden"Ein individuelles Aufwandskonto wurde in DATEV noch nicht angelegt.Kanzlei legt das Sachkonto in DATEV an oder das Konto wird in CompanyFin auf ein Standardkonto umgestellt.
"Datum liegt außerhalb des Wirtschaftsjahres"Belegdatum stimmt nicht mit dem gebuchten Wirtschaftsjahr überein.Belegdatum prüfen und der korrekten Buchungsperiode zuordnen.

Fachlich geprüft durch die CompanyFin Finanzredaktion

Dieser Beitrag wurde nach den aktuellen Vorgaben des Handelsgesetzbuchs (HGB), der Abgabenordnung (AO) und den GoBD redaktionell und steuerfachlich verfasst. Letzte redaktionelle Prüfung: 18. September 2026.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

CompanyFin erzeugt standardkonforme DATEV-EXTF-Dateien nach der aktuellen DATEV-Spezifikation (Format 7.0 / 510). Diese sind mit allen gängigen Versionen von DATEV Kanzlei-Rechnungswesen, DATEV Mittelstand Faktura sowie Fremdprogrammen mit DATEV-Schnittstelle kompatibel.

Ja. Neben der CSV-basierten EXTF-Datei für die Buchungszeilen erzeugt CompanyFin ein ZIP-Archiv mit den hochauflösenden Belegbildern (PDF, PNG, JPG) und einer XML-Metadatendatei (Belegtransfer-Format). So kann die Kanzlei die Belege direkt in DATEV Unternehmen online oder den Belegmanager importieren.

Diese beiden Nummern identifizieren Ihr Unternehmen eindeutig im System Ihres Steuerberaters: Die Beraternummer kennzeichnet die Kanzlei, die Mandantennummer Ihre Gesellschaft. Beide Angaben müssen im Export-Header exakt mit den Stammdaten in der Kanzleisoftware übereinstimmen.

Aus Gründen der GoBD-Revisionssicherheit wird ein exportierter Monat in CompanyFin als abgeschlossen markiert. Müssen nachträgliche Korrekturen vorgenommen werden, werden diese in einem gesonderten Korrekturstapel oder im Folgemonat als Stornobuchung erfasst.

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